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Bundestagsabgeordnete besucht Werkstatt für Menschen mit Behinderung

Am 13. September besuchte die Bundestagsabgeordnete Anke Domscheit-Berg die Nordbahn gGmbH Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Schönfließ. Der Betrieb wurde 1992 gegründet und beschäftigt mittlerweile über 500 Menschen und gehört damit zu den größeren Arbeitgebern der Region.

Beim Rundgang durch verschiedene Beschäftigungsbereiche verschaffte sich die Abgeordnete einen Überblick über die Vielfalt des Unternehmens. Geschäftsführer Michael Schaub führte durch die verschiedenen Abteilungen, von der Holzwerkstatt, in der hochwertige Sitzmöbel für den Outdoorbereich entstehen, über die Wäscherei bis hin zur Metallwerkstatt, in der auch mit modernsten Maschinen produziert wird. So prüft beispielsweise ein Roboter mit Sensoren die Qualität der von den Mitarbeitern manuell montierten Teile eines Gurtstraffers für Auto-Sicherheitsgurte. Die kleinen Teile werden per Fließband auf Minitabletts, die eigens dafür auf dem firmeneigenen 3D-Drucker gedruckt worden sind, zum Prüfroboter transportiert. Viele Arbeitsschritte sind mit Maschinen so erleichtert, dass sie auch von Menschen mit Behinderungen leicht erledigt werden können.

Dennis Dziekanski zeigte der Abgeordneten stolz, wie er an seiner Maschine Gummidichtungen an Bodenverschlusskappen für Großraummüllbehälter montiert und ließ sie dann auch einmal daran arbeiten. Die positive Wirkung auf das Selbstbewusstsein, die eine sinnvolle, nutzenstiftende Aufgabe bedeutet, war bei vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern klar erkennbar. Die Arbeit gibt ihnen nicht nur Einkommen, sondern auch Selbstbewusstsein, soziale Kontakte und Anerkennung. Dass mittels 3D-Drucker auch Produktionshilfsmittel hergestellt werden, die Menschen mit Behinderungen die Arbeit in der Werkstatt erleichtern bzw. erst ermöglichen, begeisterte Domscheit-Berg, die im Bundestag Netzpolitische Sprecherin und Obfrau im Ausschuss Digitale Agenda für ihre Fraktion ist, sichtlich. So wurden spezielle Schablonen gedruckt, in die man Bauteile so legen konnte, dass sie nicht mehr verrutschen, um sie anschließend leichter zu bearbeiten. "Ich muss noch einmal wiederkommen, denn ich möchte auch die anderen Bereiche noch besichtigen. Diese Kombination aus High Tech und sozialem Arbeitsplatz hat mich sehr beeindruckt“, meinte die Abgeordnete zum Abschluss und bedankte sich bei Michael Schaub, der mit seinem Unternehmen dazu beiträgt, dass Menschen mit verschiedensten Behinderungen die Teilhabe am Arbeitsleben ermöglicht wird.