4. September 2015

Hartung möchte weiter Bürgermeister sein!

Am 31. August 2015 nominierte die Hohen Neuendorfer LINKE ihren Kandidaten für die am 15. November bevorstehende Bürgermeisterwahl. Klaus-Dieter Hartung ist bisher Bürgermeister für die Einwohner in Hohen Neuendorf mit seinen Ortsteilen Borgsdorf, Bergfelde und Stolpe und möchte es auch weiterhin bleiben. Die Genossinnen und Genossen sprachen ihm zur Nominierungsveranstaltung ihr hundertprozentiges Vertrauen aus. Weitere Bewerbungen gab es nicht.


In seiner Vorstellungsrede zog er eine positive Bilanz der vergangenen sieben Jahre. Seit er im März 2008 seinen Dienst als Bürgermeister aufnahm, habe er stets den Slogan „Gemeinwohl vor Eigenwohl“ in seiner Arbeit versucht umzusetzen. So betonte er, dass die in seiner Amtszeit eingeführte "Bürgerbeteiligung" nicht nur beim Straßenausbau mittlerweile als selbstverständlich gelte und auch in manch anderem Ort übernommen wurde. Auch wegen dieses Grundsatzes wurde das Hohen Neuendorfer Leitbild mit breiter Beteiligung der Einwohner erarbeitet. Hartung berichtete auch von der knappen, dennoch richtigen Entscheidung, für ca. vier Millionen Euro Gas- und Stromnetze für die Stadt anteilig zu kommunalisieren. Seit 2014 gehören 51 Prozent der Netze der Stadt Hohen Neuendorf. Die in 2014 erzielten Einnahmen daraus seien höher als erwartet und flossen somit direkt in die Stadtkasse und nicht mehr in die Unternehmen und kämen so allen Einwohnern zu Gute, so Hartung.


Neben Sanierung und Neubau von Sportfunktionsgebäuden für viele Vereine, eine neue Sporthalle und Kitas, blieb auch die Grundschule Niederheide als Musterprojekt für das Erzeugen und Sparen von Energie nicht unerwähnt. Die Betreuungssituation in Kitas und Horten habe sich erheblich verbessert, die Bibliotheken in allen Stadtteilen wurden gestärkt und das Vereinsleben der Stadt unterstützt. Auch gut eingesetztes Geld aus dem Konjunkturprogramm der Bundesregierung zeigt sich im Stadtbild an mehreren Stellen. Was nach Hartungs Ansicht nun noch angepackt werden müsste, sind die Radwege. Landesgelder seien schwer oder gar nicht zu bekommen, daher seien an dieser Stelle noch viele „Baustellen“.


Auf die Frage, was er sich für die nächste Amtszeit vornehmen würde, antwortete Klaus-Dieter Hartung: „Ich werde mich weiter für eine Verbesserung des S-Bahn-Taktes nach Berlin und den innerörtlichen Busverkehr einsetzen. Hohen Neuendorf hat so viele Zuzüge aus Berlin erfahren und davon profitiert. Viele von ihnen fahren mit der Bahn nach Berlin zur Arbeit.“ Auch das Thema bedarfsgerechter und bezahlbarer Wohnraum wird als Schwerpunkt mit dem Ziel der Gründung einer Kommunalen Wohnungsgesellschaft auf der Tagesordnung stehen. „Wir brauchen vor allem altersgerechten Wohnraum.“, so Hartung.


Er freue sich auf eine weitere Amtszeit und einen fairen Wahlkampf.