Zur Zeit wird gefiltert nach: Torsten Krause

30. Dezember 2009

Fremdenfeindlichkeit ist kein Kavaliersdelikt – Solidarität mit dem SV Altlüdersdorf

Fremdenfeindliche Äußerungen gehören für einen großen Teil von Teilnehmern und Zuschauern von Fußballspielen offenbar zum guten Ton. Doch trotz der regelmäßigen Äußerungen ist dieses Verhalten kein Kavaliersdelikt. Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Intoleranz gegenüber vermeintlich Fremden sind nicht zu akzeptieren. Sie schaden unserem Zusammenleben und sind kategorisch zurückzuweisen. Wer Zeuge eines solches Vorfalls wird sollte selber argumentativ eingreifen und die Täter anzeigen, damit diese für ihr Verhalten entsprechend zur Verantwortung gezogen werden können.

Viele Brandenburgische Sportvereine und auch die Brandenburgische Sportjugend haben diese negative Tendenz erkannt und setzen sich in Projekten für Toleranz, Fremdenfreundlichkeit und Fairness ein. Sie versuchen damit dieser Entwicklung Herr zu werden und ihr präventiv entgegenzuwirken. Dafür gebührt diesen Aktiven großer Dank. Dennoch werden diese positive Ansätze durch Vorfälle, wie nun beim Hennigsdorfer Hallenfußball-Turnier untergraben. Dies wirft ein schlechtes Licht auf alle Spieler und Fans des Brandenburgischen Fußballs und geht uns deswegen alle an.

Den Spielern des SV Altlüdersdorf möchte ich meine Solidarität ausdrücken und sie bitten ihre Teilnahme an den nächsten Turnieren in Oberhavel (Renault-Manzke-Cup am 9. Januar in Hohen Neuendorf, Oberhavel-Masters am 16. Januar in Oranienburg) nicht wegen des fremdenfeindlichen Vorfalls in Hennigsdorf in Frage zu stellen. Der SV Altlüdersdorf überzeugt durch sein Spiel und gewinnt Turniere. Es darf einfach nicht sein, dass Beschimpfungen, Beleidigungen und rassistische Angriffe dazu führen, dass die betroffenen Mannschaften sich zurück ziehen. Stattdessen sollten sich die Verantwortlichen der Mannschaften und Fangruppen, von denen diese Beleidigungen und verbalen Angriffe ausgingen überlegen mit welchen Maßnahmen sie diese in Zukunft unterbinden können und auch aktiv werden, um gegen diese Ideologie und Gedankenwelt vorzugehen.