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28. April 2017

Am 1. Mai auf die Straße!

Organisationsteam 1. Mai beim Pressefoto in Hennigsdorf - Foto: Ralf Wunderlich


Für gute Arbeit, faire Entlohnung und gute Rente! Sozial. Gerecht. Für alle.    

„Wer glaubt, der 1. Mai sei als Arbeits-Kampf-Tag verstaubt oder hätte sich überlebt, der irrt. Leider.“, bedauert Harald Petzold, Bundestagsabgeordneter der LINKEN, die Tatsache, dass auch 161 Jahre nach den ersten Generalstreiks und Massendemonstrationen für die Einführung eines Acht-Stunden-Arbeitstages in Australien und den USA der 1. Mai immer noch dazu dienen muss, menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen für lohnabhängig Beschäftigte, Soloselbständige und Arbeitslose bzw. Arbeitssuchende zu erkämpfen.
Petzold sagt weiter: „Die Fälle von Pneu Laurent in Oranienburg und Bombardier in Hennigsdorf zeigen, dass Arbeitsplätze immer wieder dem Profit geopfert werden. Begehren Belegschaften und Betriebsräte dagegen auf, brauchen sie unglaublich viel power und einen langen Atem gegen international agierende Konzerne, deren Management sich den Interessen der Anleger enger verbunden fühlt, als denen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die eigentlich die Werte der Unternehmen erwirtschaften.“
Einher geht diese Entwicklung mit zunehmender Altersarmut. Das Bundesarbeitsministerium musste vor einiger Zeit in einer Antwort auf eine kleine Anfrage der LINKEn Bundestagsfraktion zugeben, dass nur ein Verdienst von mindestens 11,68 Euro pro Stunde über 45 Jahre mit einer 38,5-Stunden-Arbeitswoche eine armutsfeste Rente garantiert. „Wenn man auf den heutigen Arbeitsmarkt blickt, sieht man viele Teilzeitbeschäftigte, Leiharbeiter, Minijobber und gebrochene Erwerbsbiografien, sieht sachgrundlose Befristungen und Zeitarbeiter. Viele von ihnen werden eine armutsfeste Rente nicht erreichen. Das zerstört nicht nur den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft, sondern auch die Demokratie. Denn – so bestätigt es der jüngste Armuts- und Reichtumsbericht – mit sinkendem Einkommen sinkt auch die Bereitschaft, sich politisch einzubringen, Einfluss auf Politik zu nehmen oder sich an Wahlen zu beteiligen.", betont Stefanie Rose, die Kreisvorsitzende der LINKEN Oberhavel.

„Deshalb geht DIE LINKE mit entsprechenden Forderungen am 1. Mai auf die Straße: Wir kämpfen für einen gesetzlichen Mindestlohn von wenigstens 12 Euro pro Stunde und dafür, dass er ohne Schlupflöcher für alle Arbeitnehmer_innen bezahlt werden kann. DIE LINKE will sachgrundlose Befristungen sowie Leiharbeit abschaffen, ist gegen den Missbrauch von Werkverträgen aktiv und streitet für eine armutsfeste Mindestsicherung von 1.050 Euro ohne Sanktionen. Sie tritt ein für eine Absenkung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich. Statt Armutsrenten will DIE LINKE eine solidarische Mindestrente in Höhe von 1.050 Euro. Dafür sollen alle Einkommen einzahlen und herangezogen werden - `starke Schultern´ mehr als schwache. Wir brauchen endlich nachhaltige Veränderungen für mehr soziale Gerechtigkeit, für gute Arbeit, faire Entlohnung und gute Renten für alle! DIE LINKE stellt Menschen vor Profite. Sie ist eine verlässliche Partnerin für alle, die ein selbstbestimmtes Leben in Würde, mit gesellschaftlicher Teilhabe und Mitwirkung, solidarisch und gerecht für alle ermöglichen wollen.“