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17. August 2017

Zwischen Hüpfburg und Friedenstauben

Die fertige Leinwand mit bunten Handabdrücken.

Das Ergebnis der bunten Handabdrücke kann sich sehen lassen. Viele Kinder haben mit vielen Farben und ihrem Namen unter der Überschrift „Kinder für den Frieden“ eine Leinwand geschmückt. Denn so bunt wie ihre Hände, so vielfältig sind die Menschen in Oranienburg. Neben einer gut besuchten Hüpfburg, geschminkten Kindergesichtern, vielen kleinen Besuchern, die sich bei der Piraten- und der Zaubershow amüsierten, hatte das Thema Frieden einen großen Stellenwert auf dem Familienfest am Lehnitzsee der LINKEN Oranienburg. Jan van Aken, Mitglied des Bundestages und im Auswärtigen Ausschuss, wurde von Harald Petzold (MdB) zu aktuellen Konflikten, zu den Spannungen zwischen Nordkorea und den USA sowie der Rolle Deutschlands in Sachen Rüstung befragt. Jan van Aken machte deutlich, dass er sich große Sorgen mache über das Agieren von Trump und Kim Jong Un und deren Machtdemonstrationen mit unberechenbaren Konsequenzen. Er wies auch darauf hin, dass es für ihn und DIE LINKE eine prinzipielle Frage sei, ob man Konflikte mit Waffen und Gewalt oder auf diplomatischem Wege lösen wolle. Er zählte auf, in welchen Gebieten sich deutsche Panzer, deutsche Kleinwaffen, deutsches Militärgerät befinden und damit einen entscheidenden Teil zu kriegerischen Auseinandersetzungen in der Welt beitragen, obwohl offiziell kein Krieg sei. Sein klares Plädoyer: Wer friedliche Konfliktlösungen möchte und keine weiteren Waffenexporte, muss DIE LINKE zur Bundestagswahl stärken.
Neben weltpolitischen Themen ging es auch um kommunale Herausforderungen. Im Gespräch zwischen Harald Petzold und Enrico Rossius, Kandidat für die Wahl zu Oranienburgs Bürgermeister, wurde klar, dass viele Probleme auf kommunaler Ebene Hand in Hand mit dem Bund gelöst werden müssen. Wie Harald Petzold, der am 24. September wieder in den Bundestag einziehen möchte, verdeutlichte, sind Bund und Kommunen in der Pflicht, das Thema Wohnen als Schwerpunkt zu begreifen und für genügend bezahlbaren Wohnraum zu sorgen, der gerade im Speckgürtel Berlins viel zu selten zu finden ist. Bildung muss von Anfang kostenlos und unabhängig vom Geldbeutel der Eltern sein. Dies bleibt eine Kernforderung und wäre eine große Erleichterung auch für viele Familien, die das Fest am Lehnitzsee besuchten. Dafür müssen ausreichend Kitaplätze vorhanden sein, was für Oranienburg noch eine enorme Aufgabe ist, wie Enrico Rossius erläuterte. Diese und weitere Forderungen lassen sich auch im Wahlprogramm der LINKEN zur Bundestagswahl sowie im Wahlprogramm von Enrico Rossius zur Bürgermeisterwahl Oranienburgs nachlesen.
Neben dem unterhaltsamen und politischen Rahmenprogramm, das man bei selbstgebackenem Kuchen oder Gegrilltem verfolgen konnte, wurden mit einer Tombola wieder viele tolle Preise vergeben wie Gutscheine für die TURM-Erlebniscity in Oranienburg und als Hauptpreis ein Fahrrad, dessen junger Gewinner gleich eine Ehrenrunde über den Festplatz drehte.