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2. Mai 2016

Kleine Wanderung zum Gedenkstein in Stolpe

Der Stolper Stein, Foto: Marion Lubina, 2002

illegale Kundgebung der Freien Jugend am 5.5.1918, Foto: Fritz Globig

50-Jahr-Feier 1968

Wir laden Sie herzlich zu einer kleinen Wanderung nach Hohen Neuendorf in den Stadtteil Stolpe ein.


In Erinnerung an ein Treffen von fortschrittlichen jungen Leuten im Jahre 1918
Donnerstag, Christi Himmelfahrt, 5. Mai 2016, 14  Uhr,
Treffpunkt: Hohen Neuendorf, Stadtteil Stolpe, Stolper Waldstraße an der Försterei
mit historischen Infos und Naturerleben sowie anschließend Kaffee und Essen beim Harzlehrpfad

- Berliner Genossen und VVN-BDA werden ebenfalls anwesend sein -

Fahrverbindung: Bus 809 Berlin - Hermsdorf nach Hennigsdorf (sonntags nur alle 2 Stunden)
aus Hohen Neuendorf Abfahrt Bahnhof  13.11 Uhr, Ankunft in Stolpe 13.20 Uhr
Rückfahrt ab Stolpe 16.09 Uhr nach Hohen Neuendorf( letzte Fahrt an Feiertagen!), es empfielt sich eine Anreise mit PKW.


Der Stein erinnert an ein illegales Treffen der Freien Jugend Groß-Berlin. Die antimilitaristische Organisation war gerade erst im April gegründet worden. Am 5. Mai 1918 kamen über 2.000 junge Leute in den Wald bei Stolpe - unter ihnen waren Deserteure von den Fronten des 1. Weltkrieges -, um den 100. Geburtstag von Karl Marx zu feiern: „Macht’s wie die Russen! Nieder mit dem Krieg! Es lebe die Revolution!“ Plötzlich brachen zahlreiche Gendarmen in die Kundgebung ein, verhafteten einige Jugendliche und beschlagnahmten Fahnen. Die erregten Jugendlichen ließen die Verhafteten nicht im Stich, sondern begleiteten sie in geschlossenem Zuge bis nach Stolpe. Dort erzwangen sie deren Freilassung.

Früher fanden hier regelmäßige Feierlichkeiten statt. Der Gedenkstein liegt ziemlich versteckt im Wald und findet nur noch wenig Aufmerksamkeit. Dieser Gedenkstein ist mit der Nummer 09165132 in der Denkmalliste des Landes Brandenburg. - Immer wieder gibt es zahlreiche Erinnerungen an den Beginn des 1. Weltkrieges. Hier trafen sich junge Menschen vor 98 Jahren, die sich das Ende dieses Krieges herbeiwünschten; der Waffenstillstand trat erst am 11. November 1918 in Kraft. Die aktuellen politischen Ereignisse geben genügend Anlass zum Nachdenken.

Als Wanderleiter erhofft sich Marian Przybilla, Vorsitzender Der Deutschen Waldjugend Naturschutzturm e.V.,  Anregungen, wie man in Zukunft den Gedenkstein in der Erinnerung wach halten kann.

Das Treffen wir um ca 16:30 Uhr beendet sein.

Direkt im Anschluss besteht die Möglichkeit zu einen kleinen Ausflug zum Naturschutzturm, einen ehemaligen Grenzturm im Stadteil Bergfelde, mit einem gemütlichen Ausklang.


Weitere Daten zum Hintergrund fidnen Sie hier.